Die extrakorporale Photopherese (ECP) ist eine auf UV-Licht basierende Zell-Therapie, die ursprünglich zur Behandlung von Hautkrebs (T-Zell-Lymphomen) entwickelt wurde und seit Anfang der 90er-Jahre auch zur Behandlung der chronischen Abstoßung nach einer Lungentransplantation eingesetzt wird. Mit der aktuellen Studie hat das Wiener Lungentransplantprogramm Pionierarbeit im Einsatz der ECP geleistet und diese zur Behandlung von akuten und chronischen Abstoßreaktionen sowie bei bestimmten Antikörper-Problemen angewandt.
Peter Jaksch: „Obwohl die klinischen Erfahrungen in verschiedenen Transplantationsumgebungen vielversprechende Ergebnisse gezeigt haben, stammen viele der Daten aus Studien an einem einzigen Zentrum, bei denen es oft an einer geeigneten Kontrollgruppe fehlte und die ECP nur bei ausgewählten Patient:innen eingesetzt wurde. Unsere Studie bezieht all das mit ein und konnte zeigen, dass der Einsatz von ECP das Risiko für chronische Abstoßungen und Infektionen senkt“.
Alberto Benazzo: „Diese Studie wäre ohne die Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen und Akteur:innen nicht möglich gewesen. Besonders hervorzuheben ist hierbei Robert Knobler als Pionier der ECP in Wien, mit dem wir seit mehr als zehn Jahren zusammenarbeiten. Darüber hinaus hat sich durch die enge Zusammenarbeit der Universitätsklinik für Dermatologie, der Universitätsklinik für Transfusionsmedizin und Zelltherapie, der Transplantationsimmunologie an der Universitätsklinik für Allgemeinchirurgie und der Universitätsklinik für Thoraxchirurgie erneut gezeigt, wie großartig die multidisziplinäre Zusammenarbeit an MedUni Wien und AKH Wien funktioniert“.
Die Studie wurden im European Respiratory Journal veröffentlicht:
https://doi.org/10.1183/13993003.00733-2024